1. Juli bis 28. August 2016

Ein Sommernachtstraum

 

Komödie von William Shakespeare (1595)

 

Fr, 30.06.2017, 19 Uhr (Premiere)                         

Sa, 01.07.2017, 19 Uhr                       

Fr, 07.07.2017, 19 Uhr                         

Sa, 08.07.2017, 19 Uhr                        

Fr, 14.07.2017, 19 Uhr                        

Sa, 15.07.2017, 19 Uhr                        

Fr, 21.07.2017, 19 Uhr                         

Sa, 22.07.2017, 19 Uhr                       

Fr, 28.07.2017, 19 Uhr                         

Sa, 29.07.2017, 19 Uhr                        

So, 30.07.2017, 15 Uhr       

 

Sonnentor Theaterfestival

Regie: Kathrin Brune

 

Im zauberhaften Feenwald vor Athen kommt es zwischen dem Königselfenpaar Oberon und Titania zum Streit über ein Prinzenkind, das sich in Titanias Obhut befindet. Sie weigert sich, es an Oberon auszuhändigen. Oberon sinnt auf Rache und beauftragt seinen Diener Puck, eine Blume zu besorgen, deren Nektar, wenn er in die Augen eines Schlafenden geträufelt wird, bewirkt, dass dieser sich in das Lebewesen verliebt, das er nach dem Aufwachen als erstes erblickt.

Mit seiner Zauberblume verzaubert Puck nicht nur Titania und den Handwerker Zettel, sondern erwischt zudem zwei herumirrende Liebespaare, die sich nun in völlig verkehrter Konstellation verlieben, was zum totalen Liebesdurcheinander führt. Jetzt ist es an Puck, den Zauber wieder zu entwirren…

Die dramaturgischen Konflikte dieser Komödie, deren Wurzeln in den romantischen Problemen der Hauptpersonen liegen, sind jedoch nicht als herkömmliche Liebesgeschichten angelegt. Vielmehr gelang es Shakespeare im „Sommernachtstraum“, seinem Publikum die nötige Distanz zum Geschehen auf der Bühne zu gewähren, um sich an den Emotionen der Figuren zu belustigen und die Qual der Liebe als humoristisches, dem menschlichen Leben immanentes Element wahrzunehmen.

Shakespeares märchenhafte Liebeskomödie gilt als eines der schönsten Werke der klassischen Theaterliteratur. Mit seiner feenhaften Handlung ist das Stück für das historische Ekhof Theater wie geschaffen und wird mit der magischen Kulissenwelt der „barocken Zauberbühne“ leidenschaftlich und komisch in Szene gesetzt.

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Eine kleine Nachmittagsmusik

So, 02.07.2017, 15 Uhr

Kammerorchester der Thüringen Philharmonie Gotha
Leitung und SoloVioline: Alexej Barchevitch
Streicher der Thüringen Philharmonie Gotha

PROGRAMM

Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791)                                         

Haffner-Serenade D-Dur KV 250

I. Allegro maestoso – Allegro molto

II. Andante

III. Menuetto

IV. Rondeau: Allegro

V. Menuetto galante

VI. Andante

VII. Menuetto

VIII. Adagio – Allegro assai

 

Die Serenade gehört wie auch das Divertimento oder das Nocturne zu den Gelegenheitsmusiken, die im 18. Jahrhundert häufig vom Adel und Bürgertum in Auftrag gegeben wurden. Die Kunst bei dieser Form der Huldigungs- und Abendmusik besteht darin, festliche Gehobenheit und leichte Unterhaltung miteinander zu verbinden. Nach Joseph Haydn war es Wolfgang Amadeus Mozart, der in mehr als einem Dutzend Kompositionen dieser Gattung seine herausragende Fertigkeit bewies. Im Jahr 1776 komponierte der 20-Jährige allein neun Serenaden, darunter die berühmte Haffner-Serenade in D-Dur als Hochzeitsmusik für die Tochter des reichen Salzburger Bürgermeisters Sigmund Haffner. Leicht, einfallsreich und geistreich sind ihre acht Sätze gestaltet, die in ihrer Verschiedenheit ebenso viele Arten feierlicher Freude zum Ausdruck bringen.

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„Nichts auf Erden ist kräftiger als die Tonkunst“

So, 09.07.2017, 15 Uhr

Spohr-Quartett
Violine: Alexej Barchevitch, Anna Ullrich
Viola: Fred Ullrich
Violoncello: Michael Hochreither


PROGRAMM

Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791)                     
Fünf vierstimmige Fugen aus Johann Sebastian Bachs „Wohltemperiertem Klavier“ für Streichquartett, KV 405

Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)                             
Streichquartett Nr. 4 in c-Moll op. 18

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 – 1847)
Streichquartett Nr. 2 in a-Moll op.13

 

„Wer sich die Musik erkiest, hat ein himmlisches Gut gewonnen. Denn ihr erster Ursprung ist von dem Himmel hergekommen.“

Martin Luther

 

Der himmlische Ursprung der Musik vereint die größten musikalischen Genies Bach, Mozart, Beethoven und Mendelssohn-Bartholdy für dieses Programm. Johann Sebastian Bach beeinflusste als eine zentrale Figur der Reformation die gesamte Musikentwicklung der folgenden Jahrhunderte. Die Bearbeitungen der fünf Bachschen Fugen von Wolfgang Amadeus Mozart zeigen deutlich, welch großen Einfluss die Musik des barocken Meisters auf den genialen Komponisten der Wiener Klassik ausübte. „Nicht Bach sondern Meer sollte er heißen, wegen seines unendlichen, unerschöpflichen Reichtums an Tonkombinationen und Harmonien“, so sprach Ludwig van Beethoven über Bach. Sein Quartett Nr. 4 op. 18 entstand 1799 und obwohl dieses Opus als „die frühen Streichquartette“ bezeichnet wird, handelt es sich ohne Zweifel bereits um ein Meisterwerk dieser Gattung. Das Streichquartett Nr. 2 op. 13 von Felix Mendelssohn-Bartholdy steht in enger Verbindung zum Schaffen Beethovens und Bachs. Das Quartett wird von Gegensätzen bestimmt. Experimentieren mit der Form und dem Inhalt, romantische Sehnsucht und „Sturm und Drang“ liegen nahe beieinander. Es entstand nach dem Tode Beethovens und enthält eine Fülle offener und versteckter Bezüge zu dessen musikalischen Werken. Man könnte es durchaus als Mendelssohns Epitaph für den verehrten Meister verstehen.
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Musik gegen oder für Luther? – Führt Musik den Mensch zu Gott oder weg von ihm?

So, 16.07.2017, 15 Uhr

Les Matelots
Renaissancetraversflöte: Jiri Berger 
Renaissancevioline: Michael Spiecker
Renaissancelaute und Gitarre: Thomas Höhne
Viola da gamba: David Budai
Sopran: Kathleen Danke


PROGRAMM
Madrigale, Motetten und Lieder von Martin Luther (1483 – 1546), Ludwig Senfl (1486 – 1543), Claudin de Sermisy (1490 – 1562), Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525 – 1594)

Improvisationen über beliebte Madrigale und Cantus Firma des 16. Jahrhunderts


Wir befinden uns im Jahr 1590. Gemeindemitglieder in einem reformierten Dorf in Sachsen kommen zusammen um ein Musikalisches Collegium zu gründen. Sie beziehen sich dabei auf die Idee von Martin Luther, die Gemeindemitglieder mehr am Gottesdienstgeschehen zu beteiligen. Sie wollen ihren Beitrag leisten mit Musik, die sie dem Gottesdienst beisteuern wollen. Dabei werden aktuelle Themen diskutiert: Welche Art von Musik dient Gott? Kann Musik den Menschen auch vom richtigen Weg abbringen? Wie kann sich die junge reformierte Kirche gegenüber der Jahrhunderte alten Tradition der römisch-katholischen Kirchenmusik behaupten? Den Mitgliedern ist bewusst, dass Musik gute Möglichkeiten bietet, religiöse und politische Inhalte zu verbreiten. Diese sollen geschickt genutzt werden. Bei dem Treffen darf das leibliche Wohl natürlich nicht zu kurz kommen: Es wird gegessen und getrunken. In entspannter Atmosphäre wird experimentiert, wie neue Musik entwickelt werden kann. Auch Privates, Freud und Leid, das die Leute bewegt haben dürfte, kommt zur Sprache. 

Das Ensemble „Les Matelots“ spielt Kammermusik auf historischen Instrumenten mit vielfältigen improvisatorischen Elementen, wie sie der Musizierpraxis des 16. Jahrhunderts entsprechen. Die Sängerin Kathleen Danke singt Lieder und Chansons, die im 16. Jahrhundert in Sachsen bekannt gewesen sein dürften.

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Bist du sicher, Martinus? - Die Tischreden der Katharina Luther, geborene von Bora

So, 23.07.2017, 15 Uhr

Duo Sovela
Harfe: Verena Jochum
Lesung, Gesang: Anna Sophia Backhaus


PROGRAMM

In den 1980er Jahren schrieb Christine Brückner „Die Tischreden der Katharina Luther, geborene von Bora“ (erschienen in: „Bist du sicher, Martinus? - Ungehaltene Reden ungehaltener Frauen“). Ein fiktiver, wortmächtiger Monolog, feministisch und deftig in der Wortwahl. Die Autorin Brückner nimmt dabei Bezug auf die Tischreden des Dr. Martin Luther.

Dieser Monolog wirft einen anderen, spannenden Blickwinkel auf die Person Martin Luther: Wie sah sein Alltag und Familienleben aus? Was war er für ein Mensch? Welche Charaktereigenschaften waren ihm zu eigen? Was war er für ein Ehemann? Welche Texte verfasste und welche Musik komponierte er? Dies und vieles mehr erfährt das Publikum während der Aufführung aus der Sicht seiner Ehefrau Katharina Luther.

Anna Sophia Backhaus hält die Tischreden und schlüpft dabei in die Rolle der Gattin des großen Reformators. Deftig, herzhaft, doch immer mit dem Sinn für die leisen Zwischentöne. Begleitet wird der eloquente Monolog von Musik. Verena Jochum interpretiert Musik der Reformation bis in die Neuzeit auf der Konzertharfe. Bekannte Lutherlieder, von dem Duo gesungen und gespielt, flechten sich wie selbst­verständ­lich in die Tischreden und lassen den Nachmittag zu einem Hörerlebnis werden.

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Die Abbildungen vermitteln einen ersten Eindruck und bebildern nicht notwendig die jeweils angekündigten Veranstaltungen.

Bitte beachten Sie, dass es jederzeit zu Programmänderungen kommen kann.

Schloss Friedenstein 99867 Gotha

Tel. 03621 8234-51