1. Juli bis 28. August 2016

Der Bürger als Edelmann

„Comédie ballet“ von Molière mit Musik von Jean-Baptiste Lully

Fr, 01.07.2016, 19 Uhr
Sa, 02.07.2016, 19 Uhr
Fr, 08.07.2016, 19 Uhr
Sa, 09.07.2016, 19 Uhr
Fr, 15.07.2016, 19 Uhr
Sa, 16.07.2016, 19 Uhr
Fr, 22.07.2016, 19 Uhr
Sa, 23.07.2016, 19 Uhr
So, 24.07.2016, 15 Uhr

 

Ensemble Panaches

 

Der Protagonist des Stücks, Monsieur Jourdain, ein wohlhabender aber auch etwas einfältiger bürgerlicher Kaufmann, strebt nach Höherem und möchte unbedingt in den Adel aufsteigen. Um das zu erreichen scheut er weder Kosten noch Mühen, engagiert einen Tanzlehrer, einen Philosophen, einen Musiklehrer, einen Fechtlehrer sowie einen Schneider, um sich zu bilden und modisch mithalten zu können. Außerdem möchte er seine Tochter Lucile zur Marquise machen indem er sie mit einem jungen Edelmann verheiratet. Diese jedoch liebt Cléante, einen bürgerlichen Kaufmann und die Geschichte nimmt ihren Lauf. Ein verarmter Adeliger und eine Marquise tun ihr Übriges, den gutgläubigen Jourdain um sein Geld zu erleichtern. Durch ein raffiniert ausgeklügeltes Familienkomplott im Hause Jourdain bekommt aber schließlich jeder, was er will. Cléante seine Lucile, Jourdain seinen - allerdings fragwürdigen - Adelstitel. Er wird von einem türkischen Mufti zum „Mammamouchi“ ernannt, übrigens eine Wortschöpfung Molières.

Dieser Höhepunkt der Zusammenarbeit von Molière und Lully kann wohl als das früheste Musical der Theatergeschichte bezeichnet werden. Die Uraufführung erfolgte am 14. Oktober 1670 vor dem Hof von König Ludwig XIV. Die Komödie spielt in Paris, ist eine gesellschaftliche Satire aus der Zeit Molières und nimmt das Verhältnis Frankreichs zum Osmanischen Reich aufs Korn. Sie wirft einen auch heute noch amüsanten Blick auf Standesdünkel, Ehrgeiz und Machtpolitik und erteilt ganz nebenbei eine Lehre im Molière’schen Sinne: Es ist besser, man lacht und lebt, als sich vor lauter Gram zu ärgern und lästig zu werden.
Beim Ekhof-Festival wird eine Inszenierung geboten, die sich an die historische Aufführungspraxis annähert und mit Tanzeinlagen zur Originalmusik Lullys sowie mit turbulenten Fechtszenen aufwartet. Unser Ensemble aus Schauspielern, Tänzern und Musikern wird Sie in barocken Kostümen spielend, tanzend und musizierend direkt in die Zeit des französischen Sonnenkönigs versetzen.

___________________________________

 

Ernst dem Frommen gewidmet – Hofkomponisten aus vier Jahrhunderten

So, 03.07.2016, 15 Uhr

Streichorchester der Thüringen Philharmonie Gotha
Leitung und SoloVioline: Alexej Barchevitch
Streicher der Thüringen Philharmonie Gotha
Cembalo: Jens Goldhardt

 

PROGRAMM
J.S.Bach (1685 - 1750) - Air
J.S.Bach - Concert in g-moll BWV 1056
Antonio Vivaldi (1678 - 1741 - Concerto in a-moll, RV 356 op. 3/6
Caesar Franck  (1822 - 1890) - Larghetto aus dem Streichquartett in D-dur (Bearbeitung für ein Streichorchester)
Benjamin Britten  (1913 - 1976) - Simple Symphony op 4

 

Um die große Rolle der Ernestiner in der ganzen Kunst-und Kulturentwicklung zu verstehen, braucht man nur einen Blick auf die Namen der genialen Komponisten der letzten 4 Jahrhunderte zu werfen. Von Bach bis Britten und von Vivaldi bis Franck erkennt man die unverzichtbare Unterstützung und Förderung, durch welche die fundamentalen Meisterwerke der Musikgeschichte erschaffen werden konnten. Die Thüringen Philharmonie Gotha widmet dieses Konzert  Herzog Ernst dem Frommen, auf dessen Wunsch im Jahre 1651 die Gothaer Hofkapelle gegründet wurde und mittlerweile eine, über 364- jährige Tradition aufweisen kann. Das Programm dieses Konzertes symbolisiert die ganze Vielfalt, der von den Ernestinern geprägten musikalischen Entwicklung und die enorme Bedeutung, die Sie der Kunst und Kultur zugemessen haben.

____________________________________________________________

 

Flöte, Fagott und Co. – Herzogliche Musikliebe bringt Thüringen zum Klingen

So, 10.07.2016, 15 Uhr

Holzbläserensemble der Thüringen Philharmonie Gotha
Flöte: N.N.
Oboe: Amandine Riou, Till Joachim
Klarinette: Horst Endter, Andreas Minski
Fagott: Stefan Goerge, Thomas Wagner
Kontrafagott: N.N.
Horn: Matthias Standke, Michael Horn, Thomas Spindler, Pawel Kobojek

PROGRAMM
Nepomuk Hummel  (1778-1837) - Oktett Partita Es-Dur
Carl Maria von Weber (1786 -1826) / Bearbeitung Wenzel Sedlák (1776-1851) - Harmoniemusik nach der Oper „Der Freischütz“   
Richard Strauss (1864-1949) - Suite für 23 Bläser op. 4

Königshäuser und Fürstentümer gehörten lange Zeit zu den wichtigsten Brotgebern für Musiker. Machtrepräsentation und Unterhaltung waren die wichtigsten Aufgaben der Hofkapellen. Ihre Größe, die Beschäftigung namhafter Instrumentalisten, Kapellmeister und Komponisten sowie das Repertoire geben Auskunft über den Kunstverstand und Reichtum ihrer Herren. Das vielfältige Kulturleben Thüringens, zu dem die ungewöhnlich hohe Zahl traditionsreicher Orchester gehört, geht teilweise auf das Wirken der Ernestiner zurück. Im Konzert des Holzbläserensembles der Thüringen Philharmonie Gotha kommen Werke zum Klingen, deren Komponisten von der Musikliebe der Herzöge am Gothaer, Meininger und Weimarer Hof profitierten.
Die Thüringen Philharmonie Gotha führt die über 360-jährige Orchestertradition der Stadt Gotha fort, die auf die 1651 von Herzog Ernst I. gegründete Gothaer Hofkapelle zurückgeführt werden kann. Das Repertoire des Orchesters ist anspruchsvoll. Es reicht von sinfonischer Literatur bis zu Musiktheater und Filmmusik und umfasst alle musikalischen Epochen vom Barock über die Klassik und Romantik bis hin zur zeitgenössischen Musik.

__________________________________________

„Ob es dir gefallen wird oder nicht…“ – Musik von Spohr und Mendelssohn

So, 17.07.2016, 15 Uhr

Spohr-Quartett
Violine: Alexej Barchevitch, Anna Maria Ullrich
Viola: Fred Ullrich
Violoncello: Michael Hochreither

PROGRAMM
Louis Spohr: Streichquartett Nr. 3 , op.11 „Quatuor Brillant“
1.    Allegro Moderato
2.    Adagio
3.    Rondo
Felix Mendelssohn Bartholdy: Streichquartett e-moll , op.42 ,Nr.2
1.    Allegro assai appasionato
2.    Scherzo Allegro di molto
3.    Andante
4.    Presto agitato

Louis Spohr als junger Konzertmeister der Gothaer Hofkapelle (1806-1812) und Felix Mendelssohn Bartholdy als Wiederentdecker Bachs und durch die enge Beziehung zum englischen Königshaus, stehen beide in direkter Verbindung zu den Ernestinern. Wie viele geniale Musiker profitierten auch Spohr und Mendelssohn von der großzügigen Unterstützung der Ernestinischen Dynastie. Das e-moll Quartett von Felix Mendelssohn Bartholdy war ein Geschenk an seinen Bruder Paul zum Geburtstag. Er schrieb dazu: „Ob es dir gefallen wird oder nicht, das steht dahin; aber denke meiner dabei, wenn du es spielst und an eine Stelle kommst, die gerade recht in meiner Art ist…“ Das Thema des ersten Satzes ähnelt dem Anfang des berühmten Violinkonzertes, an dem Mendelssohn ab dem folgenden Jahr 1838 zu arbeiten anfing. Das Streichquartett Nr.3 Op.11 von Louis Spohr wurde 1806 komponiert und fällt damit in die Gothaer Zeit des großen Musikers. Von hier startete er seine kometenhafte Kariere die ihn zu allen Metropolen der damaligen Zeit führte.

Der Namensgeber des Quartetts, Louis Spohr, selbst ein begnadeter Violinist, Komponist und Konzertmeister in Gotha von 1805 bis 1813, hinterließ uns neben vielen anderen Kompositionen auch 34 Streichquartette.  Die Mitglieder des Quartetts haben es sich zur Aufgabe gemacht, die vielfältigen Musikalischen und kulturellen Traditionen der Region Gotha zu bewahren, dabei  Altes zu pflegen und Neues zu entdecken.
______________________

 

-------------------------------------------------------

Die Abbildungen vermitteln einen ersten Eindruck und bebildern nicht notwendig die jeweils angekündigten Veranstaltungen.

Bitte beachten Sie, dass es jederzeit zu Programmänderungen kommen kann.

Schloss Friedenstein 99867 Gotha

Tel. 03621 8234-51